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GLEICHSTELLUNGSBEAUFTRAGTE

  • Andreas Konecny (WUK bio.pflanzen)
  • Magdalena Vonach (WUK ClearingPlus)
  • Heidrun Schultz (WUK Domino)
  • Katharina Lackner (WUK faktor.c)
  • Elisabeth Buxhofer (WUK faktor.i)
  • Julia Duris (WUK miko)
  • Dieter Breitwieser (WUK Monopoli)
  • Nina Eckstein (WUK m.power)
  • Anneliese Dorfer (spacelab)
  • Philip König (gesamt)

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WUK Bildung und Beratung

Gender-Standards

3 Jugendliche und 2 Kinder im PArk
Beim WUK-Burschentag 2010 konnten die Teilnehmer den Arbeitsalltag in einer Kindergruppe kennen lernen

Zur Sicherung der Gender Mainstreaming Umsetzung haben die WUK Bildungs- und Beratungseinrichtungen Gender-Standards definiert, die laufend evaluiert und weiterentwickelt werden. Die definierten Mindeststandards sind Teil des Qualitätsmanagements.

Gender-Standards im Personalwesen

Stellenprofil
Sämtliche Anforderungsprofile beinhalten Genderkompetenz und interkulturelle Kompetenz als Kriterium und sind insofern ausgewogen formuliert, als dass Kompetenzen, die üblicherweise Frauen zugeschrieben werden den gleichen Stellenwert einnehmen wie Kompetenzen, die üblicherweise Männern zugeschrieben werden.
Stellenausschreibung
 
Bei der Gestaltung aller Stellenausschreibungen werden folgende Punkte berücksichtigt: 
Das Anforderungsprofil enthält die Formulierung „hohes Maß an Genderkompetenz und interkultureller Kompetenz“.
Die Beschreibung der Stelle ist dahin gehend überprüft, dass zu erwarten ist, dass sie Frauen und Männer gleichermaßen anspricht
Die Stelle ist in weiblicher und männlicher Form ausgeschrieben (z.B. Beraterin / Berater) und durchgehend in geschlechtsneutraler Sprache verfasst. 
Sind Frauen oder Männer innerhalb des betroffenen Projektes unterrepräsentiert, so kann ein entsprechender Hinweis (z.B. „Da wir ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in unserem Team anstreben, laden wir Männer mit entsprechender Qualifikation besonders zur Bewerbung ein“) in die Stellenausschreibung aufgenommen werden. 
Zur Erhöhung der Diversität innerhalb des Teams können Formulierungen wie z.B. „Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt aufgenommen“ in die Stellenausschreibung aufgenommen werden.
Personalauswahl
Gender- und interkulturelle Kompetenz werden bei der Personalauswahl als bedeutendes Kriterium berücksichtigt.
Basiskompetenz als Mindestanforderung
Alle MitarbeiterInnen können zumindest ein Gender-Training im Ausmaß von 6 Stunden nachweisen. Sofern neue MitarbeiterInnen bei der Einstellung keinen Nachweis erbringen können, absolvieren sie ein Gender-Training binnen längstens einem Jahr.
Einschulung
Neue MitarbeiterInnen einer WUK Bildungs- und Beratungseinrichtung werden im Rahmen der Einschulung über die GM-Ziele und Maßnahmen informiert. Sie werden über die Gender-Standards in Beratung und Schulung informiert und erfahren, welche genderspezifischen Materialien zur Verfügung stehen.

Gender-Standards in Sprache und Mediengestaltung

Die folgenden Regeln werden bei sämtlichen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, bei allen sonstigen betriebsinternen oder -externen Medien wie Arbeitsmaterialien, Berichte, Formblätter, Briefe, E-Mails etc. sowie auch in der verbalen Kommunikation berücksichtigt.

 
Geschlechtergerechte Sprache
Niemals wird nur ein Geschlecht erwähnt, wenn Frauen und Männer gemeint sind. Entweder kommen geschlechtsneutrale Formulierungen oder die explizite Erwähnung beider Geschlechter. Bei abgekürzter Schreibweise kommt das  „Binnen-I“ zur Anwendung. Pronomen können mit Schrägstrich abgekürzt werden. Beispiel: ein/e BeraterIn;
Keine Stereotype
Sämtliche Bilder und Sprachbilder vermeiden eine Darstellung, die Rollenklischees und Stereotype tradieren. Zum Beispiel werden nicht Mädchen als hilflos und Burschen als die alleinigen Macher dargestellt.
Öffentlichkeitsarbeit
Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sind darauf abgestimmt, dass sie Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen bzw. sprechen sie ein Geschlecht besonders an, wenn dies sachlich gerechtfertigt ist. Zum Beispiel können Frauen gezielt angesprochen werden, wenn sie in einer Einrichtung unterrepräsentiert sind.
Berufsbezeichnungen und Akademische Grade
Berufsbezeichnungen werden in der weiblichen und männlichen Form erwähnt. Ist eine bestimmte Person gemeint, wird die geschlechtlich richtige Form verwendet. Abkürzungen weiblicher akademischer Grade werden durch ein „a“ oder „in“ (in hochgestellter Form) ergänzt.

Gender-Standards in der Dokumentation und im Berichtswesen

Datenerfassung
In der TeilnehmerInnen-Dokumentation und ihrer statistischen Erfassung wird sichergestellt, dass sämtliche personenbezogenen Daten nach Frauen und Männern getrennt ausgewertet werden können.
Projektberichte
In allen Projektberichten werden personenbezogene Daten getrennt nach Geschlecht ausgewiesen. Ist in quantitativen Daten ein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern erkennbar, wird versucht diesen zu erklären.
GM-Dokumentation
Alle Projektberichte dokumentieren die Aktivitäten zur Umsetzung von Gender Mainstreaming.

Gender-Standards in den Rahmenbedingungen der Angebote

Sämtliche Einrichtungen evaluieren die Rahmenbedinungen ihrer Angebote mindestens alle 2 Jahre mit Hilfe des Leitfadens zur Selbstevaluation der Rahmenbedinungen. Die Evaluation wird vom gesamten Team der jeweiligen Einrichtung durchgeführt. Die Ergebnisse und der Bedarf nach Anpassung und Veränderung der Rahmenbedingungen werden schriftlich dokumentiert.

Gender-Standards in der Arbeit mit KlientInnen

Reflexion von Geschlechter-rollenbildern
Die Reflexion der Geschlechterrollenbilder der TeilnehmerInnen in ihrer Wirksamkeit auf Lebensplanung, Arbeitsteilung, Einkommen und Berufswahl ist Bestandteil jedes Bildungs- und Beratungsprozesses. Durch explizite Thematisierung werden traditionelle Rollenzuschreibungen sowohl für Frauen als auch für Männer hinterfragt. Alle MitarbeiterInnen haben Zugang zu Materialien, die diese Reflexion unterstützen.
Vermittlung von spezifischen Inhalten
In allen Bildungs- und Beratungsprozessen werden den TeilnehmerInnen genderspezifische Inhalte, wie z.B. unterschiedliche Einkommens- und Entwicklungsperspektiven in verschiedenen Branchen vermittelt.
Berufsspektrum
In sämtlichen Berufsorientierungsprozessen wird den TeilnehmerInnen ein möglichst breites Spektrum an Berufen vorgestellt, ohne Einschränkung in Bezug auf die geschlechtliche Zuschreibung zu einem Beruf.
Arbeitsmaterialien
Alle Arbeitsmaterialien sind bezogen auf Text und Bild derart gestaltet, dass sie stereotype Rollenzuschreibungen nicht fortschreiben, sondern eher Irritationen auslösen. Alle erworbenen Materialien werden dahingehend überprüft und gegebenenfalls abgeändert.