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GENDER MAINSTREAMING BEAUFTRAGTE

  • Magdalena Vonach (WUK ClearingPlus)
  • Heidrun Schultz (WUK Domino)
  • Katharina Lackner (WUK faktor.c)
  • Elisabeth Buxhofer (WUK faktor.i)
  • Roswitha Stockinger (WUK miko)
  • Heidi Mayer (WUK monopoli)
  • Kirsten Akrivou (WUK monopoli HS-Abschluss)
  • Karina Lepuschitz (WUK next.level)
  • Herbert Schmitzberger (space!lab)
  • Philip König (gesamt)

Gleichstellung von Frauen und Männern

Gender Mainstreaming

in den WUK Bildungs- und Beratungseinrichtungen

Mädchen beim Ölwechsel
Mädchentage 2009

Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist seit jeher ein wesentlicher Bestandteil des Leitbildes des WUK. Die WUK Bildungs- und Beratungseinrichtungen für behinderte und benachteiligte Jugendliche verfolgen durch die konsequente Umsetzung von Gender Mainstreaming (GM) aktiv das Ziel der Geschlechtergerechtigkeit. Seit dem Jahr 2007 wird die Implementierung durch die Förderung von zweckgewidmeten Personalkosten durch das Bundessozialamt Landesstelle Wien und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet.

Gender Mainstreaming macht die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern zur Querschnittsaufgabe, d.h. alle AkteurInnen auf allen Ebenen beteiligen sich an der Umsetzung, indem sie den Geschlechteraspekt in ihrem Wirkungsbereich berücksichtigen und die Verantwortung in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich wahrnehmen. Der Umsetzungsprozess wird von der Geschäftsleitung mit ihrer Stabstelle gesteuert und koordiniert. Sie definiert Ziele und Auftrag in Abstimmung mit den FördergeberInnen, den ProjektleiterInnen und den GM-Beauftragten. 

Gleichstellungsziele und Maßnahmen

WUK Bildung und Beratung verfolgt zwei strategische Gleichstellungsziele:

  1.  „Gleichstellung von Frauen und Männern als Grundwert in allen Angeboten verankern“ beschreibt den Anspruch, Bildungs- und Beratungsangebote inhaltlich im Sinne des (arbeitsmarkt-)politischen Zieles der Gleichstellung von Frauen und Männern zu gestalten.

  2. „Gender Mainstreaming in der täglichen Arbeit umsetzen“ bedeutet sämtliche Prozesse in der Organisation im Sinne des Gleichstellungsanliegens zu gestalten.

 Operative Ziele und Maßnahmen für 2009 und 2010

 >>Frauenanteil unter den TeilnehmerInnen erhöhen
Arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen sollen Frauen und Männern gleichermaßen zu Gute kommen. Deshalb versuchen wir, den Anteil an Mädchen und Frauen unter den TeilnehmerInnen zu erhöhen. Der Frauenanteil unter den TeilnehmerInnen konnte durch verschiedene Maßnahmen in den vergangenen beiden Jahren bereits leicht erhöht werden. 2009/10 werden die Rahmenbedingungen der Angebote (Ort, Zeit, Setting,…) vertieft auf geschlechterspezifische Wirkung hin untersucht. Darüber hinaus sollen spezielle Angebote für Mädchen (z.B. Workshops) mögliche Berührungsängste abbauen.

>> Ermöglichen von nicht-traditioneller Berufswahl
Durch die Sensibilisierung der TeilnehmerInnen auf die Zusammenhänge zwischen Geschlecht und Beruf sollen traditionelle Rollenbilder hinterfragt und aufgebrochen werden. Dazu werden eigene Workshops für Mädchen und Burschen (Mädchentage, Burschentage, Gender-Training) konzipiert und durchgeführt. Materialien zur Berufsorientierung wie Arbeitsblätter und Beratungsleitfäden werden auf ihre geschlechtssensible Gestaltung hin überprüft und entsprechend adaptiert. Zusätzlich werden spezielle Materialien zur Bearbeitung des Geschlechteraspekts in der Berufsorientierung erstellt.

>>Kompetenzerweiterung in speziellen Themenbereichen
2009/10 werden die GM-Beauftragten zwei zielgruppenspezifische Themenstellungen schwerpunktmäßig bearbeiten:. Weiterentwicklung von Beratungs- und Betreuungskonzepten für Burschen und junge Männer; Gender-Aspekte in der Arbeit mit psychisch erkrankten Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

>> Basis-Genderkompetenz aller MitarbeiterInnen
Durch die Konzeption und erstmalige Durchführung eines Gender Mainstreaming Basisseminars im Jahr 2008 verfügt nun bereits die Mehrheit der MitarbeiterInnen über Grundlagenkompetenz. Bis 2010 sollen alle MitarbeiterInnen zumindest ein derartiges oder vergleichbares Seminar besucht haben.

>> Weiterführende Genderkompetenz von ProjektleiterInnen und GM-Beauftragten
In erster Linie ProjektleiterInnen und GM-Beauftragte, aber auch andere interessierte MitarbeiterInnen sollen über weiterführende Gender-Mainstreaming-Kompetenz verfügen. Hierzu werden spezielle, auf dem Basisseminar aufbauende Schulungen angeboten.

>> Gender-Standards in Beratung und Schulung erarbeiten und festlegen
Durch Leitfäden, Checklisten und ähnliches werden Mindesstandards zur Berücksichtigung des Geschlechteraspektes in Beratung, Berufsorientierung und Bildungsangeboten festgeschrieben.

Planung, Steuerung und Gleichstellungscontrolling

Eine der bedeutendsten Kriterien für den Erfolg der Umsetzung von Gender Mainstreaming ist die Integration der Gleichstellungsanliegen in die routinemäßigen Planungs- und Steuerungsprozesse der Organisation. Gleichstellungsziele sind ein bedeutender Bestandteil der strategischen Zielsetzungen. Im Sinne der Gender Mainstreaming-Strategie berücksichtigt das WUK die Geschlechterverhältnisse in allen Zieldimensionen. Ergänzend wurden zwei gleichstellungsrelevante Ziele explizit formuliert (s.o.). Die Ziele wurden von den ProjektleiterInnen gemeinsam mit der Geschäftsleitung erarbeitet und vom Vorstand beschlossen.

Die Zielerreichung sowie die Evaluierung der Maßnahmen im Sinne von Gender Mainstreaming unterliegen dem in der Organisation implementierten strategischen Controlling. Als Instrument kommt eine Balanced Scorecard (BSC) mit definierten Messgrößen zum Einsatz. Anhand dieser lässt sich der Erfolg von Maßnahmen überprüfen.
Die Evaluation ist Bestandteil des internen Berichtswesens. Durch die Berichterstattung der Projektleitungen an Vorstand und Geschäftsleitung wird der Fortschritt der Umsetzung von Gender Mainstreaming sichtbar. Sie bietet damit eine gute Ausgangslage für künftige Aktivitäten. Letztlich ermöglichen die Berichte den Wissenstransfer zwischen den ProjektmitarbeiterInnen.

Die Koordination sämtlicher Maßnahmen obliegt einer eigens eingerichteten Stabstelle der Geschäftsleitung. Gender Mainstreaming ist ein fixer Tagesordnungspunkt der regelmäßigen ProjektleiterInnensitzungen.

Stützstruktur

Trotz der Verantwortlichkeit aller MitarbeiterInnen in ihren Wirkungsbereichen sind unterstützende Strukturen und Ressourcen für die erfolgreiche Umsetzung von Gender Mainstreaming unumgänglich. Die Stabstelle der Geschäftsleitung nimmt folgende Aufgaben wahr:

  • Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für die Geschäftsleitung und den Vereinsvorstand (Zielsetzungen)

  • Koordination und Steuerung des Gender Mainstreaming Umsetzungsprozesses

  • Erstellung von genderspezifischen Analysen und Berichten

  • Aktivierung und Schulung von MitarbeiterInnen

  • Kommunikation und Vernetzung – intern und extern

  • Planung, Durchführung und Evaluierung von Gender Mainstreaming Maßnahmen auf Ebene der Gesamtorganisation

  • Unterstützung der ProjektleiterInnen und der Gender-Beauftragten

Zur nachhaltigen Verankerung von Gender Mainstreaming ist in jedem Projekt eine/n MitarbeiterIn als Gender-Beauftragte/r tätig. Sie / Er verfügt über spezifisches Gender Mainstreaming Wissen und sorgt für:

  • Durchführung der den operativen Zielen zugeordneten Maßnahmen

  • Regelmäßige Vernetzung und Austausch zwischen den Projekten

  • Planung und Evaluierung von projektbezogenen Gender Mainstreaming Maßnahmen

  • Transfer zu den MitarbeiterInnen des jeweiligen Projekts